life's a bitch sometimes. Sinn des Lebens - ein Gedicht.

Was ist der Sinn des Lebens?

- ausserirdisch betrachtet - 

Seit dem der erste Mensch den Fuß zum Gehen spreizte

ihn mehr als Nahrungssuche reizte.

Denn seit ihm Bewußtsein wurd geschenkt,

er nach Höherem sich verrenkt.

So sucht er seit dem ersten Tage

die Antwort auf die eine Frage.                (Was ist der Sinn des Lebens?)

 

In eignen Dorf ward sie nicht zu finden,

so lag die Lösung nah,

zum Nachbarort flugs zu entschwinden.

Doch was man hier dann sah,

war anders als im Heimatort.

Anders ist nicht gut, das ist bekannt,

drum ging einer wieder fort

um kurzerhand

das eigne Dorf zu mobilisieren

um des Nachbars Stätte zu invasieren.

 

So führen seither Krieg die großen Mächte,

proglamierend, dass das den Frieden brächte.

Aufrecht sitzend am Tisch der Diplomaten,

wird verteilt des Volkes Braten.

 

So auch einst geschehen, vor nur allzu kurzer Zeit,

saßen die Herren, zum Erobern bereit,

an dem Tisch der Weltstrategen –

kurz davor uns alle wegzufegen.

 

Doch Wunder – kommt doch durch das Fenster geschwebt,

ein ausserirdisch Wesen – ja, es lebt!

Ohne Zweifel ist dies der größten Macht ein abgesandter,

ehrfurchtseinflössender Himmelsverwandter.

 

Streng schaut es auf die Welt-Vertreter nieder,

und lässt vom Mächt‘gen die Herren wissen:

Das passiert auf dieser Welt nie wieder,

ihr habt komplett verschissen.

Schaut euch um und seht, wohin ihr es gebracht.

Ihr ward unser wichtigstes Experiment,

doch nichts als Unsinn habt ihr hier gemacht,

kein Ziel erreicht und völlig resistent.

 

Euer Klageweh nach Macht und Wohlstand kann uns nicht mehr betören,

nutzlos seid ihr, und nur schädlich,

gescheitert seid ihr, und zwar kläglich.

Tut mir leid – wir müssen euch zerstören.

 

Den Stab aus Sternenstaub zum letzten Schlag erhoben,

falln die Männer nieder zu des Wesens Füßen,

wimmernd, schreiend betteln sie und wolln geloben,

es doch zu richten – „Lasst uns noch nicht büßen“.

 

In drei Tagen nur, so schwören sie auf Stein und Bein,

ist die Welt wie sie soll sein.

 

Ein letzter Akt wurd ihn‘ gestattet,

auf das die Welt ward nicht bestattet.

 

Und ihr lieben Leut, ihr glaubt es kaum,

sie erfüllten ihr Versprechen von unser aller Traum.

Krieg und Hunger, Habgier und Neid,

alles nun Vergangenheit.

Frieden war das neue Glück.

So kam das Wesen dann auch zurück.

 

Stolz ward präsentiert was doch unmöglich war,

und als das Wesen dieses sah,

liefen Tränen aus den Sternenaugen,

und es sprach – „Das ist doch kaum zu glauben.

Wir schufen euch zur Kriegesführung!

Doch ihr lebt Fried und Rührung?

Das ist ein schwerer Fall.

Zu Staub mit euch, ins Sternenall“.

So wards geschehn, mit Urgeknall.

 

 

Und die Moral von der Geschicht?

Die gibt es nicht.

 

 Susanne Fritz, Hamburg, 19. Dez. 2013