Geld alleine macht nicht unglücklich.

Dafür braucht es schon den Menschen.

 

 Susanne Fritz, 2014

 

    Viel erlebt und doch nie angekommen. Vielleicht eben drum. Denn für die Dynamik, die mich zu impact-one geführt hat, braucht es reichlich Galgenhumor. Dabei hätte mein Weg auch ein ganz anderer sein können (weswegen ich Crosslearning entwickelt habe). Hätten meine Eltern es besser gewußt, dann wär ich schon als kleines 5-jähriges Mädchen leidenschaftliche Rennfahrerin geworden und es auch geblieben, später wäre ich noch Ingenieurin geworden, spezialisiert hätte ich mich auf Brückenbau, und unbedingt wäre ich Forscherin und Unternehmerin geworden. Das wurde mir recht zeitverzögert klar, ich war Anfang 40. Ein suboptimales Alter für den Beginn einer Rennfahrerkarriere. Es folgte die Suche nach meinem Berufsorbit, so es das gab. Nach einigen Irrwegen mit einem bezeichnenden Höhepunkt in 2016 habe ich mich dazu entschieden, mich so intensiv wie möglich für meine Visionen einzusetzen. Man hat ja sonst nichts zu verlieren.


     Dabei hat alles ganz unspektakulär angefangen. 
Susanne Fritz, est. 1966 in Goslar, Abi 86, dann Triale Krankenkassen-Ausbildung, anschließend Lehramtsstudium in Gießen begonnen und etwas später desillusioniert aber erleichtert wieder abgebrochen. Bereits seit 1991 begleite ich KMU und professionelle Start Ups beim Firmenausbau. Ich bin kfm. Generalistin, mit großer Freude an Technik und einer meditativen Leidenschaft für Controlling und Jura. Und mit einer tiefen Bewunderung für Menschen, die wahrhaftig sind ~ 

     Bis heute war ich für weit über 100 Companies jedweder Couleur tätig. Von grau bis schillernd, für bekannte und unbekannte Unternehmen, für ganz kleine Firmen und ziemlich große Player. Immer zusammen mit dem Management, immer nah am heißen Kern mit Einblick in die Schaltzentrale. Gelebt, geliebt und gearbeitet habe ich in Goslar, Gießen, Köln und Hamburg, beruflich war ich in Berlin, München, Wien, Paris, Cannes, London, New York, Monaco, Madrid und sonstwo. Dazu gab es noch verlockende Möglichkeiten, die ich nicht wollte und welche, die ich wollte, aber (besonders als Frau) nicht bekam. Wie im wahren Leben. Nichts davon hatte ich geplant, Zeit oder konkrete Ideen für langfristige Ziele hatte ich nicht - ich lebte eher zufällig in der Gegenwart, meist nach dem just do it-Prinzip. Zu meiner eigenen und großen Überraschung habe ich viel erlebt und eine nicht zählbare Anzahl von Wünschen, Sehnsüchten und bestimmt über 1001 Möglichkeiten kennengelernt. 

     Rückblickend weiß ich, dass ich intuitiv immer meinem inneren Kompass gefolgt bin. Ziel ungewiß, aber stetig auf der Suche nach dem, was mir wichtig ist, dieses Etwas, das ich nicht kannte, aber das mich reizte, nach dem ich mich sehnte, und das allem was ich dachte und fühlte in meinem Leben einen Sinn gab. Doch was ich anstelle von Sinn und Wahrhaftigkeit immer wieder fand, waren Profitwahn, Habgier und Betrug, fast überall. Eine erschreckende Erkenntnis und brisante Entwicklung, egal, wo ich hinschaute, egal in welcher Sprache. Die Sucht nach Geld, getarnt als Selbstverständlichkeit, zu oft errungen mit den raffiniertesten und perfidesten Strategien. Gruselig! Arbeiten, produktiv sein? Sehr gerne. Aber so sehr, wie ich es liebe, Energie in ein Projekt zu stecken und es wachsen und gedeihen zu sehen, so wenig gefallen mir Mittel, Klima und Ergebnis. Geld alleine macht nicht unglücklich. Es ist und bleibt, was der Mensch draus macht. Und das macht er nicht sehr gut. Wenn ich die Welt betrachte, empfinde ich unsere Spezies immer öfter als primitiv. Der Besitz von Geld darf doch nicht zu so einer großen Gefahr werden. Egal ob unter dem Deckmantel von Religion oder Demokratie! 

      Über die Jahre war ich zunehmend überrascht darüber, wie wir auch in Deutschland unsere Wirtschaft gestalten. Der Erfindungsreichtum in Sachen Betrug ist wahrlich beeindruckend. Beeindruckend schlecht. Wirtschaftsbetrug hat seinen Break Even längst erreicht und ist zur Gewohnheit geworden. Das heißt Raubbau an Natur, Tier und Mensch. Und je besser die Technik, je grösser die Möglichkeiten, desto schlimmer wird es. Hatte ich das früher nicht gesehen? Intuitiv schon, aber ich war wie ein gutbürgerlicher Schläfer - erst mit zunehmender Erfahrung und nachlassender Naivität wurde mir das wachsende Ausmaß bewußt. Meine gefühlte Machtlosigkeit gegenüber dieser negativen Dynamik sowie diesem penetranten und zähen Sexismus (unnötig wie Fußpilz!) machte mich langsam mürbe. Konnte man das ändern? Machte es überhaupt Sinn, irgendwie dagegen anzukämpfen? Ob, wie und mit welcher Aussicht, wußte ich nicht. Kreuzfahrtschiff Erde, Leute aufwachen, möchte ich schreien, Eisberg in Sicht 

      Als ich 2013 Crowdfunding kennenlernte, konnte ich erstmals ein Konzept zu meinem schon lange existierenden Grundgedanken erkennen und niederschreiben. MiG (ehemals funderbird), die Urmutter meiner Konzepte aus 2008. Leider war die Begeisterung der Unternehmer, die ich dafür zu gewinnen suchte, gelinde gesagt zurückhaltend. Nachhaltig Teilen ist nicht jedermanns Sache. So blieb die Möglichkeit nebulös und meine Irritation - wer war denn nun verrückt, die Welt oder ich? - wurde größer. Meine Sehnsucht nach Abstand und Rückzug wurde immer stärker und irgendwann war das Fass voll. Im Juni 2015 bin ich spontan meiner Intuition gefolgt, habe die persönliche Reißleine gezogen und innerhalb einer Woche alles in Hamburg gekündigt. Aufträge, Wohnung, Sportcabrio, hellofresh, alles. Zeug und Inventar hab ich einen Großteil verschenkt, manches verkauft und nur einen kleinen Rest behalten. Ich setzte irgendwie darauf, Kopf und Herz ausschalten zu können und ein unscheinbares, zurückgezogenes Leben zu führen. Doch was nu, wie lebt es sich ohne Inhalt, und wo am besten? Kurzerhand zog ich aufs tiefste Land, das Synonym für Idylle. Kein Stadtlärm, kein Geräuschmüll, Häuschen am Meer, viel Wind und Wasser, und ein paar gute Controllingjobs zum Abschalten - das war mehr, als ich erwartet hatte. Selten habe ich so schnell Abstand von einer schönen Großstadt gewonnen wie 2015, ich hatte tatsächlich Ruhe gefunden und bekam Distanz zu den Menschen und zu meinen vielen Fragezeichen. Balsam! Doch es war nur die Ruhe vor dem Sturm, wie sich kaum ein Jahr später herausstellen sollte. In Schleswig-Holstein in the middle of nowhere wurde ich unfreiwillig auf zwei der größten Wirtschaftsskandale meines Berufslebens gestoßen. Und auf dummen Sexismus wie eh und je. Unglaublich. Einfach einen guten Job zu machen und ein ruhiges Leben zu führen, schien mir nicht vergönnt zu sein. Für über 100 Firmen hatte ich direkt und für bestimmt über 1000 indirekt garbeitet, davon haben 99% betrogen, in kleinerem und zunehmend größerem Stil, mitunter lebensgefährlich. Leute echt, man traut sich ja kaum noch, ehrlich zu sein. Wie oft wollte ich mir all das noch angucken? Es konnte nur zwei Lösungen geben. Gehirn-OP, oder: Lass nicht gestalten, sondern gestalte selbst. Setz dich mit aller Kraft und Konsequenz für das ein, woran du glaubst. Das war im Oktober 2016. Das war der Start von Impact One. 

      Nun denn - die Geister, die ich rief. Jeden Tag wieder und jeden Tag mehr, den ich meine Visionen konzipiere und publiziere, wird es mir noch ein Stückchen klarer und es fallen mir immer noch mehr Gründe ein, die diese Erkenntnisse so plausibel machen. Immer deutlicher sehe ich sie vor mir, eine technisch aber vor allen Dingen menschlich hoch entwickelte, friedliche, ungemein dynamische und spannende Gesellschaft. In meinem Geist tut sich eine ganz neue Welt auf. Gemeinsam mit anderen möchte ich soviel wie möglich davon aufbauen und vielleicht sogar selber noch etwas davon erleben. Das hab ich mir echt verdient.

 


CSR, Crowdfunding, Crowdsourcing, Change Management, Impact Investing,
Sustainable Business, Social Turn Around Management, open innovation,
Transparenz, Glaubwürdigkeit, wahre Intelligenz und 7-Meilenstiefel

IMPACTONE.

ist ein Konzept für das Dritte Level mit Mensch 2.0

und

eine Idee von

Susanne Fritz