Geld alleine macht nicht unglücklich.

Dafür braucht es schon den Menschen.

 

    Viel erlebt und doch nie angekommen. Vielleicht eben drum. Denn die negative Dynamik und die Dramen, die mich zu impact-one geführt haben, sind in der Realität nicht halb so entspannt, wie sich das aus der Distanz anfühlt. Es braucht schon reichlich Galgenhumor, wenn man das live erlebt. Dabei hätte mein Weg auch ein ganz anderer sein können (weswegen ich Crosslearning entwickelt habe). Hätten meine Eltern es besser gewußt, dann wäre ich schon als kleines 5-jähriges Mädchen leidenschaftliche Rennfahrerin geworden und es auch geblieben, später wäre ich noch Ingenieurin geworden, spezialisiert hätte ich mich auf Brückenbau, und unbedingt wäre ich Forscherin und Unternehmerin geworden. Das wurde mir recht zeitverzögert klar, ich war Anfang 40. Ein suboptimales Alter für den Beginn einer Rennfahrerkarriere. Es folgte die Suche nach meinem Berufsorbit, so es das gab. Nach einigen Irrwegen mit einem bezeichnenden Höhepunkt in 2016 habe ich mich dazu entschieden, mich so intensiv wie möglich für meine Visionen einzusetzen. Man hat ja sonst nichts zu verlieren.


     Dabei hat alles ganz unspektakulär angefangen. Susanne Fritz, est. 1966 in Goslar, Abi 86,  danach Triale Ausbildung bei einer Krankenkasse, anschließend einfaches Lehramtsstudium begonnen und desillusioniert aber erleichtert wieder abgebrochen, und bereits seit 1991 begleite ich Firmen und professionelle Start Ups beim Firmenauf- und -ausbau in allen Bereichen: Finanzen, Vertrieb, Marketing und PR, Organisation & Strukturen. Ich bin Generalistin mit einer meditativen Leidenschaft für Controlling. So war ich bis heute, insbesondere aufgrund meiner Selbständigkeit in den letzten 14 Jahren in Hamburg für über 100 Companies jedweder Couleur tätig. Von grau bis schillernd, für bekannte und unbekannte Unternehmen, für ganz kleine Firmen und ziemlich große Player. Immer zusammen mit dem Management, nah am heißen Kern und mit Einblick in die Schaltzentrale.

     Gelebt, geliebt und gearbeitet habe ich in Goslar, Gießen, Köln und Hamburg, beruflich war ich in Berlin, München, Wien, Paris, Cannes, London, New York, Monaco, Madrid und sonstwo. Dazu gab es noch Möglichkeiten, die ich nicht wollte und welche, die ich wollte, aber (als Frau) nicht bekam. Wie im wahren Leben. Nichts davon hatte ich geplant. Zu meiner eigenen und großen Überraschung habe ich viel erlebt und eine nicht zählbare Anzahl von Erfahrungen, Meinungen, Wünschen, Sehnsüchten und bestimmt über 1001 Möglichkeiten kennengelernt. Aus dem Beruf ist langsam aber stetig Berufung geworden, etwas aufzubauen treibt mich an. 

     Rückblickend weiß ich, dass ich intuitiv immer meinem inneren Kompass gefolgt bin. Ziel ungewiß, aber stetig auf der Suche nach dem, was mir wichtig ist, dieses Etwas, das ich nicht kannte, aber das mich reizte, nach dem ich mich sehnte, und das allem was ich dachte und fühlte in meinem Leben einen Sinn gab. Doch was ich anstelle eines Sinns immer wieder fand, waren Profitwahn, Habgier und Betrug, fast überall. Eine erschreckende Erkenntnis und brisante Entwicklung, egal, wo ich hinschaute, egal in welcher Sprache. Die Sucht nach Geld, getarnt als Selbstverständlichkeit, zu oft errungen mit den raffiniertesten und perfidesten Strategien. Gruselig! Geld verdienen? Sehr gerne. Aber so sehr, wie ich es liebe, Energie in ein Projekt zu stecken und es wachsen und gedeihen zu sehen, so wenig gefallen mir Mittel, Klima und Ergebnis. Geld alleine macht nicht unglücklich. Es ist und bleibt, was der Mensch draus macht. Und das macht er oft nicht sehr gut. Wenn ich so die Welt betrachte, empfinde ich unsere Spezies manchmal als primitiv. Der Besitz von Geld darf doch nicht zu so einer großen Gefahr werden. Egal ob unter dem Deckmantel von Religion oder Demokratie! 

      Über die Jahre war ich zunehmend überrascht darüber, wie wir Menschen auch oder sogar insbesondere in Deutschland unsere Wirtschaft gestalten. Der Erfindungsreichtum in Sachen Betrug ist wahrlich beeindruckend. Aber auch beeindruckend schlecht. Wirtschaftsbetrug hat seinen Break Even längst erreicht und ist als Kavaliersdelikt zur Gewohnheit geworden. Das heißt Raubbau an Natur, Tier und Mensch. Und je besser die Technik, je grösser die Möglichkeiten, desto schlimmer wird es. Hatte ich das früher nicht gesehen? Intuitiv schon, aber ich war wie ein gutbürgerlicher Schläfer - erst mit zunehmender Erfahrung und nachlassender Naivität wurde mir das wachsende Ausmaß bewußt. Meine gefühlte Machtlosigkeit gegenüber dieser negativen Dynamik machte mich langsam mürbe. Konnte man das ändern? Machte es überhaupt Sinn, irgendwie dagegen anzukämpfen? Ob, wie und mit welcher Aussicht, wußte ich nicht. Kreuzfahrtschiff Erde. Leute aufwachen, möchte ich schreien, Eisberg in Sicht 

      Als ich 2013 Crowdfunding kennenlernte, konnte ich erstmals ein Konzept zu meinem schon lange existierenden Grundgedanken erkennen und niederschreiben. MiG, die Urmutter meiner Konzepte. Leider war die Begeisterung der Unternehmer, die ich dafür zu gewinnen suchte, gelinde gesagt zurückhaltend. Nachhaltig Teilen ist nicht jedermanns Sache. So blieb die Möglichkeit nebulös und meine Irritation - wer war denn nun verrückt, die Welt oder ich? - wurde nur größer. Entsprechend wurde meine Sehnsucht nach Abstand immer stärker und irgendwann war das Fass voll. Im Juni 2015 bin ich spontan meiner Intuition gefolgt, habe die persönliche Reißleine gezogen und innerhalb einer Woche alles in Hamburg gekündigt. Aufträge, Wohnung, Sportcabrio, hellofresh, alles. Zeug und Inventar hab ich einen Großteil verschenkt, manches verkauft und nur einen kleinen Rest behalten. Doch was nu, wie lebt es sich ohne Inhalt, und wo am besten? Ich setzte auf die Hoffnung, Kopf und Herz ausschalten zu können und irgendwo ein unscheinbares und zurückgezogenes Leben zu führen. Kurzerhand zog ich aufs tiefste Land, das Synonym für Idylle. Kein Stadtlärm, kein Geräuschmüll, viel Wind und Wasser, und ein paar gute Controllingjobs zum Abschalten - das war mehr, als ich erwartet hatte. Selten habe ich so schnell Abstand von einer schönen Großstadt gewonnen wie 2015, ich hatte tatsächlich Ruhe gefunden und bekam erstmal Distanz zu den Menschen und zu meinen vielen persönlichen Fragezeichen. Balsam. Doch es war nur die Ruhe vor dem Sturm, wie sich kaum ein Jahr später herausstellen sollte. In the middle of nowhere wurde ich unfreiwillig auf zwei der größten Skandale meines Berufslebens gestoßen. Unglaublich. Einfach einen guten Job zu machen und ein ruhiges Leben zu führen, schien mir nicht vergönnt zu sein. Für über 100 Firmen hatte ich nun garbeitet und Sie möchten nicht wissen, wie viele betrogen haben, mitunter lebensgefährlich. Leute echt, man traut sich ja kaum noch, ehrlich zu sein. Wie oft wollte ich mir das noch angucken? Es konnte nur zwei Lösungen geben. Gehirn-OP, oder: Lass nicht gestalten, sondern gestalte selbst. Setz dich mit aller Kraft und Konsequenz für das ein, woran du glaubst. Das war im Oktober 2016. Das war der Start von Impact One. 

      Nun denn - die Geister, die ich rief. Jeden Tag wieder und jeden Tag mehr, den ich meine Visionen konzipiere, publiziere und dialogisiere, wird es mir noch ein Stückchen klarer und es fallen mir immer noch mehr Gründe ein, die diese Erkenntnisse so plausibel machen. Immer deutlicher sehe ich sie vor mir, eine hoch entwickelte, friedliche, aber ungemein dynamische und spannende Gesellschaft. In meinem Geist tut sich eine ganz neue Welt auf. Gemeinsam mit anderen möchte ich jetzt soviel wie möglich davon aufbauen und vielleicht sogar etwas davon erleben. Das hab ich mir echt verdient.

 


CSR, Crowdfunding, crowdsourcing, Change Management, Impact Investing,
Sustainable Business, Social Turn Around Management, open innovation,
Transparenz, Glaubwürdigkeit, Intelligenz und 7-Meilenstiefel

IMPACTONE.

ist ein Konzept für das Dritte Level mit Mensch 2.0

und

eine Idee von

Susanne Fritz