EU-DSGVO - wertvollstes Geschenk ever !

 

 

 

 

Die DSGVO ist eines der wertvollsten Geschenke an die Menschen seit unseren Grundrechten.

Es ist das Schutzschild von Art. 1 und 2 GG. Wozu die Bundesrepublik Deutschland von west bis ost nicht in der Lage war/sein wollte - unsere Würde und unsere Persönlichkeit zu schützen

Kein Gut der Welt ist so wertvoll, wie die eigene Persönlichkeit! Die Persönlichkeit ist das wertvollste, was ein jeder Mensch hat, und sie ist bei allen gleich viel wert: Unbezahlbar. Die DSGVO achtet und verteidigt die Persönlichkeit eines jeden einzelnen als höchstes Gut. Durch dieses Gesetz bekommt unser verfassungsrechtlich verbrieftes Grundrecht auf Persönlichkeitsschutz ein Schutzschild! Das ist Datenschutz, das ist Persönlichkeitsschutz. Die DSGVO ist das Schutzschild von Artikel 1 und 2 unseres Grundgesetzes. Würden Staat, Unternehmen und Institutionen uns mit Respekt behandeln und unsere Grundgesetze achten und ernst nehmen, würde es die DSGVO nicht geben. Weil es sie nicht bräuchte.

Was ist eine Person?

Ein Mensch mit einem Namen. Der Name ist wahrscheinlich das wichtigste Merkmal, um eine Person formal zum Leben zu erwecken. Denn wer bist du in der Gesellschaft ohne Namen? Aber erst durch die Verknüpfung deines Namens mit Lebensumständen entsteht formal eine Persönlichkeit. Die gängigste und bekannteste Verknüpfung ist der Name mit einer Adresse/Wohnung = Umstand. Ein Umstand, der meiner Meinung nach immer noch zu wenig geschützt wird. Sich irgendwo aufzuhalten und bestenfalls zu wohnen ist der persönlich unumgänglichste Umstand, unumgänglicher noch als ein Name, denn wer sich nirgendwo aufhält, ist wohl tot. Danach folgen weitere Umstände, auf die man mehr oder minder Einfluss hat und die zusammen mit Wesen und Charakter die ganze Persönlichkeit ausmachen. Es gibt schutzwürdigste und weniger schutzwürdige Bestandteile dieser Persönlichkeit.

Entsprechend der Schutzwürdigkeit kann man Person und Persönlichkeit verletzten. Verletzung bedeutet mindestens Respektlosigkeit gegenüber der Persönlichkeit. Die Respektlosigkeit ist vielfältig und passiert in der Regel, indem man Namen und Umstände (z.B. eine Krankheit) über die Person ausnutzt. Das funktioniert nur, wenn man die Verbindung zwischen dem Namen und den Umständen herstellen kann und das Wissen über diese Zusammenhänge ohne Einwilligung der Person nutzt. Ein Arzt z.B. verfügt zwangsläufig über sensibelste und persönlichste Informationen, da er über ganz besondere Lebenssituationen weiss. Diese Information gilt es zu wahren. Bei einem Arzt kann man sich in der Regel darauf verlassen.

Immaterielles Schmerzensgeld

Jeder einzelne ist eine schutzwürdige und besondere Persönlichkeit, die vollen Respekt verdient hat. Formal gesprochen sind wir Dateneigentümer, d.h. jeder einzelne ist alleiniger Eigentümer des Wissens über Name und Umstände seiner Persönlichkeit. Diese Daten sind das Gold der Gegenwart. Leute, es sind unsere Daten, es ist unser Gold. Verschenkt es nicht! Die #DSGVO machts möglich. Bei Verletzung von Datenschutz steht euch mglw ein erhebliches immaterielles Schmerzensgeld zu, bis zu 2-stelligen Millionenbeträgen! Hier die Stichworte, die nun auch ein gesetzliches Gesicht bekommen haben: Abschreckungsfunktion, Genugtuung, Streufaktor - alles gewollt. Wenn ihr konkrete Fragen habt, ruft mich an oder schickt eine eMail, Kontaktdaten siehe ganz unten auf der Website.

Wer trotzdem an der DSGVO zweifelt oder sich nicht auskennt: Guckt euch erst den Krimi zur DSGVO an, dann denkt nochmal drüber nach! Mich ärgert, dass mit der Unwissenheit der Menschen Panik geschürt wird. Weil von allen Seiten laut auf uns eingetrommelt wird, dass die DSGVO und insbesondere Art. 13 quasi das Ende des freien Internets sei, ist den meisten Menschen eine unvoreingenomme Entscheidung doch gar nicht mehr möglich. Die Konzerne, die mit der DSGVO ausnahmsweise mal etwas herausgefordert sind, haben mit ihrer gut geplanten Panik-PR ganze Arbeit geleistet. Auch ich hab mich davon fast anstecken lassen. Glücklicherweise habe ich Im Rausch der Daten gesehen, spannendste Doku ever! Seitdem achte ich die DSGVO hoch! Tagesschau24 in der Mediathek vom 25.6.2018 um 20.15 Uhr

pro-DSGVO bedeutet pro-Bürger und kontra-Ausbeutung zu sein. Respekt !

Das Wesen der ersten 19 Artikel unseres Grundgesetzes ist so einfach und so pur, wie es gütig und friedvoll ist. Unsere Grundgesetze sind alles andere als komplex oder kryptisch. Die Klarheit sowie der Mut zu Größe und Tiefe sind beeindruckend. Nur leider hat die Wirkung nicht allzulange gehalten, unsere Grundrechte wurden schon bald von vorgegaukelter Komplexität, selbstgeschusterten Gesetzen und schlechten Gewohnheiten marodiert. Es ist so offensichtlich, dass es schmerzt.

Dass es überhaupt Gesetze geben muss, die die Grundgesetze schützen, ist für Deutschland ein Armutszeugnis, denn die Polarität zwischen Soll und Ist ist bei uns am grössten. Die Bundesregierung hat die Wirtschaft gepimpert und ist zu ihrem unbedingten Vertreter geworden, niemand hat sich um die Grundesetze gekümmert, sie sind immer mehr zerfallen. Das ist keine intelligente Wirtschaft. Und sicher ist es keine nachhaltige. Ein Umdenken über Wirtschaft ist dringend notwendig, mit massiven Maßnahmen. Denn WIR alle sind die Wirtschaft, ohne die Gemeinschaft geht gar nichts. Aber wenn das so weitergeht, geht die Gemeinschaft kaputt !

Wir brauchen ein Change Management 4.0, also ein Management Change

Die DSGVO ist zum Schutz des Verbrauchers. Schutz, das ist etwas, wovon Bürger sich in vielen Bereichen viel mehr von der Politik wünschen. Deshalb gibt es schonmal keinen Grund, sich über die DSGVO lustig zu machen (Teil der PR!). Natürlich ist die DSGVO komplex, auch Artikel 13. Auswirkungen, sowie Pro und Kontra sind nicht mit einem Satz zu erklären. Um Art13 beurteilen zu können, muss man eigentlich Ahnung von IT und  von Recht haben. Wer hat das?? Deshalb ärgert es mich, wenn mit der Unwissenheit der Menschen Panik gemacht wird. Schöner fänd ich, wenn die Menschen verständlich aufgeklärt würden, damit sie dann eine reflektierte und freie Entscheidung treffen können. Aber daran hat die Industrie kein Interesse. Genauso wenig, wie am Schutz der Bürger und Verbraucher. Die EU möchte Bürger vor Datenmissbrauch schützen, die Gegner haben Angst vor Internet-Zensur und vor Gewinnverlust.

Artikel 13 und Uploadfilter - viel Lärm um Nichts

Beispiel:

Vielleicht will deine Cousine nicht, dass du (=Nutzer) ihr Gedicht veröffentlichst; oder wenn du zum Beispiel einen Musiktitel ins Netz und damit allen zur freien Verfügung stellst, obwohl du vom Künstler gar kein Recht dazu hast, dann haftest bisher du dafür, weil ja deinetwegen der Künstler kostenlos singt. Nun soll gem. Art. 13 die Haftung für solche Urheberrechtsverletzungen verlagert werden vom (oft anonymen) Nutzer auf die Plattformen, wie z.B. Youtube. So richtig scheiße ist diese Idee nicht. Problem ist die technische Umsetzung, der Uploadfilter. Die automatisierte Überprüfung von hochgeladenen Inhalten (= Upload) ist nicht ausgereift, auch nicht für grosse Unternehmen. Einerseits könnten Urheberrechtsverletzungen durchrutschen und andererseits legale Inhalte zu Unrecht rausgefiltert werden. Wunder der Technik, etwas schwerer als gedacht. Na und? Darf das der Grund sein, dass der Verbraucher benachteiligt und geschröpft wird? Uploadfilter sind wie schmerzfreie Ferkelkastration - hätt man sich beizeiten drum gekümmert, wär's kein Problem.

Daten sind das Gold der Gegenwart. Leute, es sind unsere Daten, es ist unser Gold. Verschenkt es nicht

Daten- und Persönlichkeitsschutz: Möglicherweise ist den meisten nicht bewusst, dass wir über ein verfassungsrechtlich verbrieftes Grundrecht sprechen. Nichts weniger als das. Die Bedeutung dieses Grundrechts, ein tiefes authentisches Empfinden für den Sinn, das ist vielen in der Realität leider gar nicht verständlich. Das Ergebnis darf aber deshalb nicht sein: Wer's nicht versteht oder kennt, dem tut's ja auch nicht weh, wenn man es ihm wegnimmt. 

Im Gegenteil, das Ergebnis muss sein: Umsomehr wenn es die Menschen nicht verstehen, dann müssen andere dieses Grundrecht besonders schützen, das hat oberste Priorität. Als zweiten und grossen Schritt müssen Mechanismen erarbeitet und umgesetzt werden, die Bevölkerung endlich in eben diesen Grundrechten = Grundfesten zu bilden. Nicht nur über Schulbildung, obwohl es dort sicher am sinnvollsten und wirkungsvollsten wäre (wen es interessiert: Bildung 4.0 https://www.crowdunion.de/global/crosslearning/).

  1. Da ich kein Freund der entarteten Macht von Konzernen bin, bin ich für Artikel 13, denn wenn Art. 13 gekippt wird, manifestiert das die Konzernmächte. Und schwächt das Urheberrecht und damit die Ansprüche von Künstlern etc.. Was die Lobbyisten der Industrie diesmal ausnahmsweise nicht geschafft haben, Gesetzesentwürfe, an denen fast zwei Jahre sehr kluge (junge) Leute gearbeitet haben, radikal zu marodieren, das versucht die Industrie jetzt im Nachngang über die PR mit Hilfe des für dumm verkauften Verbrauchers zu erreichen. Sie hat bereits begonnen, die DSGVO überhaupt zu unterspülen. Mehr dazu ein andern mal. Zurück zu Art. 13.
  2. Eigentlich bin ich gar kein echter Freund des Urheberrechts. Ich finde Diebstahl scheiße, klar. Aber geistiges Eigentum, was soll das bitte sein? Niemand ist für eine Idee wirklich der alleinige Schöpfer, jeder Gedanke ist NICHTS ohne die Inspiration anderer. Meine Vorstellung von einer friedlichen und freien Welt ist, dass alles Gute allen zur Verfügung steht, da es auch immer von allen getragen ist. Diese Vision werde ich in diesem Leben nicht erleben, ich weiss. Aber meine Vorstellung von dieser freien und hochentwickelten Welt ist so fest, wie kaum etwas anderes.

Leider sind wir weit entfernt von einer friedlichen und aufrichtigen Welt. Aber die DSGVO ein grosses gutes Stück auf dem Weg dorthin.

Fazit: Pro DSGVO - unbedingt!

Probleme sehe ich in ganz anderen Bereichen. Dazu wird es irgenwann einen Folgeartikel geben. Ich kann aber jetzt schon sagen: Es sind nicht die Erfinder der DSGVO, die diese Probleme bereiten, sondern wieder einmal Unternehmen, und mittlerweile auch Ärzte, Notare, Behörden und sonstwer.

07.07.2018