Energien - und was sie mit uns machen

Um einen Job zu machen, brauche ich Energie. Wenn ich meinen Job nicht mag, können zwei Dinge passieren: Erträglichenfalls bekommt der Job einfach nicht die Energie, die er bräuchte. Dann wabern Job und ich so grau in grau dahin. Schlimmstenfalls ist mein Job eine echte Belastung für mich, eine Aufgabe, zu der ich mich Tag für Tag zwingen muss. Die Energie, die ich dafür aufbringen muss, gebe ich als negative Energie weiter und sie kommt als negative Energie zu mir zurück. Dauert der Zustand allzu lange oder ist gar allzu heftig (und wird auch noch schlecht bezahlt), richtet sich die negative Energie umsomehr gegen andere oder gegen einen selbst oder beides. 

Je länger der Zustand anhält, desto negativer wird die Energie im Einzelnen und desto mehr negative Energie staut sich an. Niemand ist ein unendliches Gefäß, das Angestaute muss irgend wohin, Energie muss fließen! Einer bekommt vielleicht Krebs, eine andere verprügelt ihren Mann, manch einer bringt sich auch um. Fest steht: Negative Energie will man nicht haben, man sperrt sich dagegen, und andere wollen die auch nicht, weswegen man sie schwer loswird. Das ist kein Fluss von Energie. Es sind angestaute grösser werdende Blockaden, die ständig zu kleinen oder grösseren Überschwemmungen führen oder zu Ausbrüchen. Und irgendwann werden Sie zu emotionalen Tsunamies.

 

Was passiert aber, wenn unsere Engerie in Projekte und Aufgaben unseres Herzens fließen? Das ist einfach: Die eigene Energie für Positives abgeben/fließen lassen zu können, weckt unaufhaltsam neue Energien in uns. Der Kreislauf schließt sich, wir fühlen uns gut, wir fühlen uns im Fluss des Lebens. So fühlt sich Sinnhaftigkeit des Lebens an.

Das ist das Kleine 1x1 der Energien. Das Grosse 1x1 ist vielschichtiger. Was mag dann wohl passieren, wenn viele Menschen Energie in etwas stecken, was nicht positiv zu ihnen zurückkommt und was keine positiven Energien in ihnen weckt? 

Hier nur eines von vielen Beispielen: Zigtausend Bankangestellte, die sich ausnutzen und mehr oder minder willig dazu anleiten lassen, unter dem Deckmantel von Vertrauenswürdigkeit und Menschlichkeit Kunden ebenfalls auszunutzen - also viele Mitarbeiter weltweit, die - egal, was man ihnen einzureden versucht - tagtäglich keine wirkliche Sinnhaftigkeit in ihrem Job erleben. Anerkennung sowieso nicht. Gleiches gilt auch für viele Jobcenter-Mitarbeiter. Gestern vielleicht selber noch arbeitslos und heute am Stempelkissen der kleinen Macht sitzend, wo man endlich seine schlechten Energie mal loswerden kann. Vorzugsweise an Bezieher von Hartz IV oder Grundsicherung. Diese vielen Mitarbeiter bringen zwangsläufig viel negative Energie in den Alltag. Unter anderem wird diese negative Energie über das Geld weitergetragen, zum Beispiel in Form der negativen Kredite oder über andere schlechte Produkte, die den Kunden verkauft werden. Ebenso über das Verweigern von Geldern. Betroffen davon sind dann Kunden und Menschen, von denen die meisten sich im Alltag mit noch vielen weiteren negativen Energien rumschlagen müssen und all diese negativen Energien irgendwohin abfließen lassen müssen. So geht das Tat für Tag und weiter und weiter und weiter.

Zu jedem Yin gibt es aber auch ein Yang. Konkret: Der Menge an negativer Energie steht die gleiche Menge positiver Energie gegenüber. Aber wo ist sie nur, diese positive Energie? Zunächst einmal gibt es überall einzelne Menschen (Bankvorstand?), die versuchen, positive Energien abzuzweigen und für sich alleine zu beanspruchen. Wie in einer Region, in der es Wasser ohne Ende gibt. Wenn jemand immer mehr und mehr Wasser abzweigt und irgendwann in einer blühenden Oase sitzt, mit mehr Wasser, als er jemals brauchen wird, derweil die anderen in der Wüste ziemlich auf dem Trockenen sitzen. Hier könnte der Vergleich zu Ende sein. Wenn es sich dabei nicht um ein Bild des Todes handeln würde, anstatt dem Fluss des Lebens. Den Fluss des Lebens abzuzweigen, geschweige denn ihn aufzuhalten, ist dem Menschen bei aller negativer Energie glücklicherweise nicht wirklich möglich. Das ist die gute Nachricht. Und die sehr gute Nachricht? Wo ist sie also, diese positive Energie, die Urkraft der Sinnhaftigkeit? Wo finden wir sie und wie kann man sie freisetzen?

Energie altgr. ἐν en „innen“ und ἔργον ergon „Wirken“