Abscession

Kann man Intelligenz am Kontostand messen?

Nein. Schön wär's ja. Tatsächlich beantworten die meisten Menschen diese Frage erwartungsgemäß und spontan mit Nein. Und doch - ihr emotionales Verhalten spricht eine andere Sprache. Die meisten Menschen haben vor Menschen mit Geld zwar keinen aufrichtigen Respekt, dafür sind sie devot oder despotisch. Es dürfte weltweit nur wenige Menschen (mit und ohne Geld) geben, die wirklich unabhängig von Geld sind. Warum?

In den größten Herausforderungen stecken die größten Chancen. Aber auch die größten Risiken. Atomspaltung, Gentechnik, Plastik, Internet, Auto, Schokolade... Fluch und Segen! So ist es auch mit der Nr. 1, der größten aller Fluch & Segen-Ideen, der verlockendsten Erfindung, dem schrägsten Tauschmittel: Geld. Und doch - es ist nie die Erfindung, nicht die Technik selbst, die die Gefahr ist. Es bleibt der Mensch, was er draus macht. Und das macht er nicht immer gut. Aber wir können uns entscheiden: Wollen wir wirklich die größten Risiken erleben oder lieber die größten Chancen nutzen? Beides ist unvorstellbar. Noch.

Bei fast allen Konzepten von IMPACTONE. spielt die Sucht nach Geld eine zentrale Rolle. Niemandem auf der Welt ist diese Sucht fremd, und doch kümmert man sich nur ums Geld und nicht um die Sucht. Dabei ist diese Sucht, wie jede andere Sucht auch, eine Krankheit. Betrug ist nur eine Begleiterscheinigung dieser Krankheit, Krieg ist wohl die schlimmste aller Nebenwirkungen. Die Geldsucht ist die am stärksten verbreitete und gleichermaßen am heftigsten dementierte Sucht weltweit. Eine unpopuläre Erkenntnis. Wenn Abhängige nur sich selbst schaden würden, könnte man sagen, dass geht sonst niemanden etwas an. Aber was passiert denn, wenn wir uns dieser Sucht nicht endlich annehmen? Dann wird Einstein recht behalten.

Was ich seit vielen Jahren beobachte, ist, dass offensichtlich in dem Maße, wie sich wohlhabende und selbstgerechte Menschen immer mehr nehmen, was ihnen nicht zusteht, dass in dem gleichen Maße die Unzufriedenheit, Frustation und irgendwann auch die Gewaltbereitschaft steigt. Öffentlich werden diese frustrierten Menschen in der Regel als inakzeptable Täter hingestellt. Unternehmer in teuren Anzügen hingegen als vernunftgesteuerte, respektable Persönlichkeiten. So treten sie in der Öffentlichkeit ja auch auf, für Vernunft plädierend. Zwei Anmerkungen dazu:

1. Hinter den Kulissen sieht das oft ganz anders aus. Würden Sie die gleichen Unternehmer im Alltag erleben und hören, Sie wären möglicherweise schockiert. Ein Vergleich in unterschiedlichen Ausprägungen trifft am ehesten auf fast alle Witschaftsbetrüger zu - ein Verhalten wie von extrem verwöhnten kleinen Kindern, arrogant, trotzig und ohne nennenswerte Empathie. Ich kann Ihnen da viele kleine Geschichten erzählen, die so schräg sind, dass sie schon fast wieder lustig sind. Hier noch ein Beispiel und trauriges Phänomen, wo solcherlei Anmaßung zutage tritt. Auf der Autobahn. Sogenannte Manager, die gewohnt sind zu bekommen was sie wollen, neigen bei Tempo 190 eher dazu, in brenzligen Situation nicht oder nicht nennenswert abzubremsen, als nicht wohlhabende Menschen oder Nicht-Manager. Dieses Verhalten und dieses kranke Selbstverständnis kann man durchaus auf unserer Wirtschaftsleben projizieren.

2. Es will sich mir einfach nicht erschließen, was Gier und Wirtschaftsbetrug mit Vernunft zu tun haben soll. Die Motive von kaufmännischen Betrügern sind sicher nicht in der Ratio zu finden. Ebensowenig, wie die Reaktionen darauf von immer mehr Menschen aus der Bevölkerung.

Immer öfter höre ich junge Menschen bei der Berufsfindung nicht fragen "Was mache ich?", sondern "Wie verdiene ich viel Geld?" Ist es nicht erschreckend, dass wir diesen Lebensinhalt möglicherweise ganzen Generationen hinterlassen haben? Umsomehr, wenn man bedenkt, dass in vielen kleineren, aber sehr starken Firmen die geschäftsführenden Gesellschafter oft ein Vielfaches von dem verdienen, was alle anderen Mitarbeiter im Jahr zusammen verdienen. Trotzdem sind sie noch offen für Betrug. Obwohl sie mehr Geld haben, als sie ausgeben können, und vor allen Dingen wollen - das ist ein besonderes Phänomen. Begleiterscheinung? Ein immer grösser werdendes Geldentsorgungsproblem. Dieses ganz besondere Problem führt zu weiteren Mutationen. Haben Unternehmer noch vor 50 Jahren nahezu 100% ihrer Arbeitsenergie aktiv in ihre Firma und ihr Kerngeschäft gesteckt, sind es heute bei erfolgreichen Unternehmern oft nur 60% oder weniger. Und die restliche Energie? Wird im Arbeitsalltag zusehends darauf verwendet, das Zuviel an Geld gewinnbringend (und möglichst ohne die Solidargemeinschaft zu berücksichtigen) einzusetzen. Was zu noch mehr Geld führt und zu noch mehr Geldentsorgungsproblemen. Fast kein Wunder, dass zum Beispiel Fonds von (ebenfalls wohlhabenden) Fondmanagern bereits mit Beginn der Anlagen gradezu geplündert werden. Das live mitzuerleben, hat mich tief beeindruckt, wenn auch nicht positiv. Es scheint jedenfalls keine Besitzgrenze zu geben, die dazu veranlasst zu sagen "Prima, jetzt hab ich genug." Das erinnert mich doch sehr an die Spielsucht. Aktiengeschäfte erinnern mich ebenfalls daran. Das sind alles nicht die schlimmsten Gründe, uns endlich dieser Sucht zu widmen. Wenns zum äussersten kommt, schützt kein Geld der Welt. Die schlimmsten Gründe können wir jeden Tag fern sehen. Und immer öfter auch nah erleben. 

8000 Jahre: Mensch bis Industrialisierung. 

150 Jahre: Industrialisierung bis 1.Weltkrieg

21 Jahre: 1. bis 2.Weltkrieg

> 70Jahre < xJahre: Bis zum 3. Weltkrieg und zurück zum Start

Mit einem neuen und aktiven Bewußtsein habe ich die Zuversicht, dass wir unseren Kindern und Kindeskindern einen gesunden Weg zum Umgang mit Geld ebnen und sie sich eines Tages wahren Reichtum ermöglichen können. Weltweit. Dafür müssen wir etwas tun. Oder wollen wir so weitermachen wie bisher? Haben wir überhaupt eine überlebensfähige Alternative? Geld ganz abschaffen vielleicht, ginge das? Sicher. Es ist die Frage, wie es sich mit der Geldsucht verhält: So wie mit der Abhängigkeit von Zigaretten, Alkohol oder Drogen, dass es also ganz ohne ginge? Oder wie mit der Sucht nach Essen - ohne geht es nicht, es ist nur die Frage der Menge und der Balance? Geld ganz abschaffen ist zwar mein persönlicher Favorit und ich bin sogar überzeugt davon, dass unsere Spezies kaum überleben wird, wenn wir das nicht eines Tages erkennen. Allerdings ist das heute - umgeben von hardcore-Süchtigen, die Diktaturen heraufbeschwören oder diejenigen, die immer noch glauben, Kapitalismus sei das Herz einer jeden Demokratie - utopisch. Immerhin verzeichnet die Geld- und Machtsucht weltweit die mit Abstand größte Anzahl Abhängiger und Co-Abhängiger; mit den irresten Ausreden beider Seiten, dass man gar nicht abhängig sei. Wieviel Fortschritt und Entwicklung ist wirklich möglich, wenn man süchtig ist? Und wieviel Genuss? Wollen wir das, abhängig sein? Oder wollen wir unabhängig sein als einzig mögliche Grundlage für geistige, seelische und körperliche Bewegungsfreiheit. 

 


Lassen Sie uns gemeinsam auf die Suche nach ernsthaften und konkreten Lösungen begeben. Auch während um uns herum das Chaos tobt. Oder grade deshalb. Eine immens große Aufgabe, aber für die wichtigen Fragen des Lebens findet sich immer ein ruhiges Plätzchen. 


 

SUCHT Definitionen

 

Laut Wikipedia

Abhängigkeit (umgangssprachlich Sucht) bezeichnet in der Medizin das unabweisbare Verlangen nach einem bestimmten Erlebniszustand. Diesem Verlangen werden die Kräfte des Verstandes untergeordnet. Es beeinträchtigt die freie Entfaltung einer Persönlichkeit und zerstört die sozialen Bindungen und die sozialen Chancen eines Individuums.[1] In den Fachgebieten Psychologie und Psychiatrie werden verschiedene Formen von Abhängigkeit beschrieben.

 

Laut Duden

1. krankhafte Abhängigkeit von einem bestimmten Genuss- oder Rauschmittel o. Ä

2. übersteigertes Verlangen nach etwas, einem bestimmten Tun; Manie

Synonyme:

. Abhängigkeit, Hörigkeit, Laster, Schwäche, schwacher/wunder Punkt, Süchtigkeit, Unfreiheit

. Besessenheit, Drang, Durst, Hang, Hunger, Leidenschaft, Neigung, Passion, Trieb, Verlangen, Zwang; (gehoben) Fieber; (bildungssprachlich) Manie

 

Laut Dahlke, aus "Krankheit als Symbol"

Habsucht: alles besitzen und so eins mit allem werden wollen; Versuch, die innere Leere zu kompensieren.

 


 

Einfach Bilder, die ich im Kopf hatte

Die Wanne - ein Gewinnspiel

Stellen Sie sich die Verteilung des Geldes wie in einer riesigen mit Wasser gefüllten Badewanne vor, die man stark zum Schaukeln bringt. Aktuell schwappt das Wasser bedenklich hoch zu einer Seite, wo nur wenig Menschen sitzen; sie ertrinken regelrecht im Geld. Auf der anderen Seite sitzen die meisten Menschen, die laufen grade leer. Bitte nehmen Sie nun Zettel und Stift und beantworten Sie zwei Fragen:

Wozu führen die Gesetze der Gravitation?

Wann beruhigt sich das Wasser?

Einsendeschluss: Alsbald.
Die Gewinner werden nicht benachrichtigt.

Das 10-Sterne Luxusrestaurant

Stelle dir ein 10-Sterne Luxusrestaurant vor, dort gibt es reichhaltiges Buffet im Überfluss mit köstlichstem und duftendem Essen in allen Variationen, ewig fliessendem Wasser und Säften aller exotischen Art. Es gibt so viel von allem,  dass niemals jemand hungern müsste. Die meisten Menschen kommen nicht hinein in dieses Restaurant. Warum weiss man nicht, das hat sich irgendwie so ergeben. So speisen viele Menschen vor dem Restaurant im gemütlichen überdachten Garten von dem, was man ihnen rausgibt. Ist auch lekker. Andere kommen noch nicht einmal in die Nähe des Restaurants, je weiter sie weg sind, desto weniger kommt bei ihnen an.

Das Restaurant hat grosse breite Fenster. Wer hineinschauen kann oder auch mal ins Restaurant reinkommt, sieht dies: Es ist dort ziemlich leer, da sind hier und dort nur wenige Menschen. Manche lassens sich so richtig gutgehen, dass es eine wahre Freude ist, und hier und dort sieht man auch schonmal ein fröhliches Gelage. Aber die meisten der wenigen Menschen dort machen etwas ganz Erstaunliches: Türen bewachen und all-you-can- eat. Um die Wette und jeden Tag. Vollstopfen und horten bis zum get no, und dabei stieren sie mit überquellenden Augen um sich. Das sieht ganz schön eklig aus. Wer das so von draussen sehen kann, der zweifelt, ob man da wirklich rein möchte. Ja, das Essen ist verlockend und köstlich, aber die Gesellschaft ...

PS: Wissen Sie, wie die vielen Köstlichkeiten ins Restaurant kommen?