Abscession

Geld ~ Fluch oder Segen?

Intelligenz kann man nicht am Kontostand messen. Schön wär's ja. Erwartungsgemäß beantworten die meisten Menschen die Frage danach spontan mit Nein. Und doch - ihr emotionales Verhalten spricht eine andere Sprache. Die meisten Menschen haben vor Menschen mit Geld zwar keinen aufrichtigen Respekt, dafür sind sie devot oder despotisch. Es dürfte überhaupt nur wenige Menschen (mit und ohne Geld) geben, die wirklich unabhängig vom Geld sind. Warum?

Einst als Tauschmittel erdacht, ist Geld heute als Illusion weltbeherrschend, begleitet von Kontrollverlust und Grössenwahn. Auch in Deutschland befinden wir uns anstatt in einer ganzheitlich hochentwickelten Gesellschaft tatsächlich in einer selbstgerechten und selbstüberschätzten Wirtschaftswillkür, die über die Grenzen hinaus die Säulen von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie zerfrisst. Das führt zum gleichen Resultat, zu dem es schon immer geführt hat. Heute heftiger denn je. Das wahnhafte Festhalten an der Illusion Geld macht des Kaiser's neuen Kleider alle Ehre. Das mit Abstand meiste Geld ist nur erfunden, es wurde und wird nie gedruckt werden, es exististiert schlicht nicht. Überwiesen, transferiert und produziert werden Illusionen. Milliarden und immer mehr Milliarden, eine einzige Illusion. Geld ist sogar eine doppelte Illusion, das muss man erstmal schaffen! Es ist faktisch eine Illsuion, und uns über Geld zu identifizieren, es anzubeten oder darin gar eine Rettung zu finden, das ist die wahre Illusion, die uns alle zum suizidalen Narren macht.

Es ist ein Irrtum zu glauben, die Reichen seien eine Elite.

Es ist ein Irrtum zu glauben, die Armen seien die Guten, wenn sie wohlhabend wären.

Es ist leider kein Irrtum, dass Arm und Reich niemals nachhaltig zu einem Höhenflug aufsteigen, aber immer gemeinsam untergehen. 

Bei fast allen Konzepten von IMPACTONE. spielt die Sucht nach Geld die zentrale Rolle. Niemandem auf der Welt ist diese Sucht fremd, und doch kümmert man sich nur ums Geld und nicht um die Sucht. Dabei ist diese Sucht, wie jede andere Sucht auch, eine Krankheit. Die Geldsucht ist die am stärksten verbreitete und gleichermaßen am heftigsten dementierte Sucht weltweit. Eine unpopuläre Erkenntnis. Betrug ist nur eine Begleiterscheinigung dieser Krankheit, Krieg ist wohl die schlimmste aller Nebenwirkungen. Wenn Abhängige nur sich selbst schaden würden, könnte man sagen, dass geht sonst niemanden etwas an. Aber was passiert denn, wenn wir uns dieser Sucht nicht endlich annehmen? Dann wird Einstein recht behalten.

In den größten Herausforderungen stecken die größten Chancen, aber auch die größten Risiken. Atomspaltung, Gentechnik, Plastik, Internet, Auto, Schokolade... Fluch und Segen! So ist es auch mit der Nr. 1, der größten aller Fluch & Segen-Ideen, der verlockendsten Erfindung, dem schrägsten Tauschmittel: Geld. Und doch - es ist nie die Erfindung, nicht die Technik selbst, die die Gefahr ist. Es bleibt der Mensch, was er draus macht. Und das macht er nicht immer gut. Aber wir können uns entscheiden: Wollen wir wirklich die größten Risiken erleben oder lieber die größten Chancen nutzen? Beides ist für die meisten Menschen unvorstellbar.

Wieder und wieder ist zu beobachten, dass offensichtlich in dem Maße, wie sich wohlhabende Menschen - egal, ob sie früher arm oder schon immer reich waren - immer öfter und stärker nehmen, was ihnen nicht zusteht, und dass in dem gleichen Maße die Unzufriedenheit, Frustation und irgendwann auch die Gewaltbereitschaft vieler anderer Menschen steigt. Öffentlich werden die frustrierten Menschen, die das Nachsehen haben oder dem Nachsehen eine gewaltige Stimme geben, als inakzeptable Täter hingestellt. Unternehmer in teuren Anzügen hingegen als vernunftgesteuerte, respektable Persönlichkeiten. So treten sie in der Öffentlichkeit ja auch auf, für Vernunft plädierend. Aber:

1. Hinter den Kulissen sieht das ganz anders aus. Würde Sie die gleichen Unternehmer live im Alltag erleben und hören, Sie wären möglicherweise schockiert. Ein Vergleich in unterschiedlichen Ausprägungen trifft am ehesten auf fast alle Wirtschaftsbetrüger zu - ein Verhalten wie von extrem verwöhnten kleinen Kindern, arrogant, trotzig und ohne nennenswerte Empathie. Ich kann Ihnen da viele kleine Geschichten erzählen, die so schräg sind, dass sie schon fast wieder lustig sind. Ein wenig lustiges Beispiel und leider trauriges Phänomen, wo solcherlei Anmaßung offen zutage tritt: Auf der Autobahn. Sogenannte Manager, die gewohnt sind zu bekommen was sie wollen, neigen bei Tempo 190 dazu, in brenzligen Situation nicht oder nicht nennenswert abzubremsen. Dieses kranke Verhalten und Selbstverständnis kann man durchaus auf unserer Wirtschafts- und Politikleben projizieren.

2. Es will sich mir einfach nicht erschließen, was Gier und Wirtschaftsbetrug mit Vernunft zu tun haben soll. Die Motive von kaufmännischen Betrügern sind sicher nicht in der Ratio zu finden. Ebensowenig, wie die Reaktionen darauf von immer mehr Menschen aus der Bevölkerung.

3. Macht für oder Macht über? Das größte Risiko bei zunehmender Macht sind Wahrnehmungsentartung bis hin zum Totalverlust Sozialer Kompetenz. Das übelste daran ist, dass es jeden von uns treffen kann. Jeder, der schonmal im Sessel der Macht gesessen hat, weiß, wie schnell man daran hängt. So sehr, dass auch die besten Vorsätze und hehrestens Ziel schon bald von selbstbetrügerischsten Argumenten erobert werden. Machtbesessenheit, die die Betroffenen auch nicht vor scheinheiligster und leidenschaftlicher Proglamation hoher menschlicher Ziele zurückschrecken  lässt. Phase 1: Nicht mehr unterscheiden können, ob man wirklich hinter den guten Zielen steht oder hinter den persönlichen Interessen. Phase 2: Auch nicht mehr unterscheiden wollen. Egal ob Kommunismus, Sozialismus, Kapitalismus oder Religion. Es ist überall dasselbe. Mißbrauch von Werten, wie Demokratie oder Soziale Gerechtigkeit von Menschen wie Erdogan oder Schulz. Um nur zwei von vielen Zeitakteuren zu nennen, die jedwede Integrität und Scham zugunsten ihres persönlichen Vorteils aufgegeben haben.

Genau das kann jeden von uns treffen. Diesem Risiko müssen wir uns aktiv stellen und Wege suchen, die vernichtendste aller menschlichen Schwächen von innen heraus in wahrhaftige Stärke zu wandeln. Finden wir keinen Zugang zu wahrer menschlicher Größe, haben wir unser Schiksal besiegelt.

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Immer öfter höre ich junge Menschen bei der Berufsfindung nicht fragen "Was mache ich?", sondern "Wie verdiene ich viel Geld?" Ist es nicht erschreckend, dass wir diesen Lebensinhalt möglicherweise ganzen Generationen hinterlassen haben? Umsomehr, wenn man bedenkt, dass in vielen kleineren, aber sehr starken Firmen die geschäftsführenden Gesellschafter oft ein Vielfaches von dem verdienen, was alle anderen Mitarbeiter im Jahr zusammen verdienen. Trotzdem sind sie noch offen für Betrug. Obwohl sie mehr Geld haben, als sie ausgeben können, und vor allen Dingen wollen - das ist ein besonderes Phänomen. Begleiterscheinung? Ein immer grösser werdendes Geldentsorgungsproblem. Dieses ganz besondere Problem führt zu weiteren Mutationen. Haben Unternehmer noch vor 50 Jahren nahezu 100% ihrer Arbeitsenergie aktiv in ihre Firma und ihr Kerngeschäft gesteckt, sind es heute bei erfolgreichen Unternehmern oft nur 40-60%. Und die restliche Energie? Wird im Arbeitsalltag zusehends darauf verwendet, das Zuviel an Geld gewinnbringend (und möglichst ohne die Solidargemeinschaft zu berücksichtigen) einzusetzen. Was zu noch mehr Geld führt und somit zu einem stetig größer werdenden Geldentsorgungsproblemen. In Branchen, die sich die Vermehrung selbst zum Kerngeschäft gemacht haben, ist es fast kein Wunder, dass Fonds von den eigenen Fondmanagern bereits mit Beginn der Anlagen gradezu geplündert werden. Das live mitzuerleben, hat mich tief beeindruckt, wenn auch nicht positiv. Es scheint jedenfalls keine Besitzgrenze zu geben, die dazu veranlasst zu sagen "Prima, jetzt hab ich genug." Das erinnert mich doch sehr an die Spielsucht. Aktiengeschäfte erinnern mich ebenfalls daran. Das sind alles nicht die schlimmsten Gründe, uns endlich dieser Sucht zu widmen. Wenns zum äussersten kommt, schützt kein Geld der Welt. Die schlimmsten Gründe können wir jeden Tag fern sehen. Und immer öfter auch nah erleben. 

8000 Jahre: Mensch bis Industrialisierung. 

150 Jahre: Industrialisierung bis 1.Weltkrieg

21 Jahre: 1. bis 2.Weltkrieg

> 70Jahre < x Jahre: Bis zum 3. Weltkrieg und zurück zum Start.

Alternativ oder analog dazu eine humanitäre und Umwelt-Implosion aufgrund von Bevölkerungsexplosion. Die Natur hat eben ihre ganz eigenen Mittel, uns wieder loszuwerden.

Auszug aus einem Brief

... Die gute Nachricht: Die Lösung liegt in der Einfachheit der Möglichkeiten. Es ist nämlich nicht ansatzweise so schwierig, wie man meinen möchte. Nehmen wir zum visionären Vergleich eine Marsbesiedelung – die Herausforderungen sind technische Machbarkeit, wie viele Menschen werden sterben bei dem Versuch, ... etc. pp. Das ist schwierig und ungewiß!

Wohingegen unsere menschlichen Probleme zu lösen, das wäre geradezu simpel. Die schlechte Nachricht: Was schwierig ist, das ist der Mensch. Seine mangelnde Bereitschaft und seine schleppende Erkenntnis-Fähigkeit. Geht Ihnen das auch manchmal so – dieses Gefühl, man würde sich unter Zombies bewegen?

 

Ich sehe die Lösung aber tatsächlich ganz pragmatisch. Wenn ich zum Beispiel heute Talkshows aus den 60ern oder 70ern sehe, muss ich immer schmunzeln, wie sie dort alle sitzen und sich so selbstverständlich zuqualmen. Da ich selber mal geraucht habe, kenne ich beide Gefühle, die ich heute gleichzeitig empfinden kann. Das Raucherselbstverständnis hallt in mir nach und gleichzeitig ist die Erkenntnis über diese Raucherdummheit präsent.

 

Nichts anderes ist es bei der Sucht nach Geld. Heute weiß ich, dass wir als Spezies tatsächlich nur überleben werden, wenn wir Geld und jedwedes vergleichbare Tauschmittel eines Tages ganz abschaffen. Bevor „es“ uns abschafft. Aber das erzähle ich nicht jedem, denn immer genau dann wird der Zuhörer adhoc zum Zombie, er bekommt so einen leeren Blick. Die Überforderung steht ihm auf die Stirn geschrieben. Für diese Idee ist es also zu früh. Dabei ist sie so existenziell. Eine Krux. Schöne Scheiße.

Wo aber fast jeder sofort zustimmt, wenn auch nicht in Weite und Tiefe, dann ist es der Satz, dass die Menschen süchtig sind nach Geld. Und so ist dies wohl der mit Abstand wichtigste gesellschaftliche Schritt: Die Sucht nach Geld und Macht alsbald als Sucht anzuerkennen. ...

Intelligenz kann man nicht am Kontostand messen. Gesellschaftsarmut kann niemals Bestandteil einer hochentwickelten Gesellschaft sein. Fortschritt mit Verlust von Sozialkompetenz ist niemals ein Fortschritt von Dauer. Auf welchem Niveau wir uns befinden, dafür ist nicht die Technik der Maßstab, sondern in welchem Maße wir die Technik gegen uns richten. Für eine nachhaltig fortschrittliche Gesellschaft rege ich ernsthaft für uns alle, die gesamte Bevölkerung allwöchentliche und altersunabhängige Kurse in Zivilcourage, Integrität & Visionen an. Angefangen bei Politikern und Wirtschaftern. Das kann gelinde gesagt nicht schaden.

Mit einem neuen und aktiven Bewußtsein habe ich die Zuversicht, dass wir unseren Kindern und Kindeskindern einen gesunden Weg zum Umgang mit Geld ebnen und sie sich eines Tages wahren Reichtum ermöglichen können. Weltweit. Dafür müssen wir etwas tun. Oder wollen wir so weitermachen wie bisher? Haben wir überhaupt eine überlebensfähige Alternative? Geld ganz abschaffen, das wäre die nachhaltigste Lösung. Ginge das? Sicher. Es ist die Frage, wie es sich mit der Geldsucht verhält: So wie mit der Abhängigkeit von Zigaretten, Alkohol oder Drogen, dass es also ganz ohne ginge? Oder wie mit der Sucht nach Essen - ohne geht es nicht, es ist nur die Frage der Menge und der Balance? Geld ganz abschaffen ist mein persönlicher Favorit und ich bin sogar überzeugt davon, dass unsere Spezies nicht überleben wird, wenn wir das nicht eines baldigen Tages erkennen. Allerdings ist das heute - umgeben von hardcore-Süchtigen, die Diktaturen heraufbeschwören oder diejenigen, die immer noch glauben, Kapitalismus sei das Herz einer jeden Demokratie - utopisch. Immerhin verzeichnet die Geld- und Machtsucht weltweit die mit Abstand größte Anzahl Abhängiger und Co-Abhängiger; mit den irresten Ausreden beider Seiten, dass man gar nicht abhängig sei. Wieviel Fortschritt und Entwicklung ist wirklich möglich, wenn man süchtig ist? Und wieviel Genuss? Wollen wir das, abhängig sein? Oder wollen wir unabhängig sein als einzig mögliche Grundlage für geistige, seelische und körperliche Bewegungsfreiheit. 

 

Lassen Sie uns gemeinsam auf die Suche nach ernsthaften und konkreten Lösungen begeben. Auch während um uns herum das Chaos tobt. Oder grade deshalb. Eine immens große Aufgabe, aber für die wichtigen Fragen des Lebens findet sich immer ein ruhiges Plätzchen. 

 


Sucht Definitionen

  

Laut Wikipedia

Abhängigkeit (umgangssprachlich Sucht) bezeichnet in der Medizin das unabweisbare Verlangen nach einem bestimmten Erlebniszustand. Diesem Verlangen werden die Kräfte des Verstandes untergeordnet. Es beeinträchtigt die freie Entfaltung einer Persönlichkeit und zerstört die sozialen Bindungen und die sozialen Chancen eines Individuums.[1] In den Fachgebieten Psychologie und Psychiatrie werden verschiedene Formen von Abhängigkeit beschrieben.

 

Laut Duden

1. krankhafte Abhängigkeit von einem bestimmten Genuss- oder Rauschmittel o. Ä

2. übersteigertes Verlangen nach etwas, einem bestimmten Tun; Manie

Synonyme:

. Abhängigkeit, Hörigkeit, Laster, Schwäche, schwacher/wunder Punkt, Süchtigkeit, Unfreiheit

. Besessenheit, Drang, Durst, Hang, Hunger, Leidenschaft, Neigung, Passion, Trieb, Verlangen, Zwang; (gehoben) Fieber; (bildungssprachlich) Manie

 

Laut Dahlke, aus "Krankheit als Symbol"

Habsucht: alles besitzen und so eins mit allem werden wollen; Versuch, die innere Leere zu kompensieren.

 


Blog-Beiträge zum Thema Macht- & Geldkrebs